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Korrektur des Mitmenschen und Selbstkorrektur
(stjosef.at) Um die Gottes- und Nächstenliebe geht es vor allem im christlichen Leben. Was immer wir tun – es soll letztlich der Liebe entsprechen und aus Liebe geschehen. Was immer wir an Bösem unterlassen – wir sollen es meiden um der Liebe willen.
Dies klingt fürs erste recht einfach und einleuchtend. Schwierig wird es, wenn es um die gegenseitige Ermutigung und fallweise Korrektur geht. Wir lassen uns ja gerne von anderen bestätigen, dass wir etwas gut gemacht haben. Kritik hingegen wehren wir ab. Es ist uns unangenehm, wenn uns jemand auf vermeintliche oder tatsächliche Fehler oder Defizite hinweist.
In der christlichen Tradition hat sich hier der Begriff der „ brüderlichen Zurechtweisung “ herausgebildet. Von dieser handelt die Lesung aus dem Buch des Propheten Ezechiel; von dieser spricht auch Jesus im Evangelium nach Matthäus. Es kann Fälle geben, wo wir um des Wohles und Heiles unseres Nächsten willen sogar verpflichtet sind, ihn in ernster Form auf Wichtiges hinzuweisen – so nämlich, dass eine Korrektur nötig ist, weil wir wahrnehmen, dass der Mitmensch durch seine Entscheidungen und Handlungen selber in Gefahr kommt, sei es in Bezug auf sein physisches Leben, aber auch in Bezug auf das geistliche Leben. ...
Lesen Sie die aktuelle Predigt für den 23. Sonntag im Jahreskreis (06.09.2026) von Prof. Spindelböck in vollem Wortlaut!
