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Fr 21. Juli 2023 20:53

Wachstum und Ernte im Reich Gottes

(stjosef.at) 

Wiederum belehrt der Herr seine Zuhörer durch Gleichnisse. Sie illustrieren auf je verschiedene Weise das Wachstum des Reiches Gottes und beziehen die Zuhörer mit ein: Es geht Jesus um eine Glaubensentscheidung, die der Mensch treffen soll, wenn er sich vom Wort Gottes ansprechen lässt.

Das Gleichnis vom Unkraut im Weizen verweist auf eine allgemein menschliche Erfahrung: Wir treffen in dieser Welt nicht nur Gutes an, sondern auch weniger Gutes und Böses. Einerseits sind wir angehalten, kraftvoll das Gute zu tun und das Böse zu meiden. Wie aber sollen wir reagieren, wenn wir in unserem Verantwortungsbereich etwas vorfinden, was nicht so gut ist? Sollen wir dieses vermeintliche Unkraut ausreißen? Jesus mahnt zur Vorsicht. Gewiss: Es kommt die Zeit des Endgerichts, wenn Gott selbst durch seine Engel die Scheidung vornehmen wird und das Unkraut vom Weizen trennt. Aber vorher einzugreifen könnte bedeuten, mit dem Unkraut auch den guten Weizen auszureißen. Auch wissen wir oft nicht, wie sich alles entwickelt. Das, was uns als Unkraut erscheint, kann ja dann doch durch die Macht der Gnade Gottes und den guten Willen der Menschen gleichsam verwandelt werden in guten Weizen, der seine Frucht bringt zur rechten Zeit.

Freilich: Bei bestimmten Dingen, die ein schweres Ärgernis und eine Gefahr für andere darstellen, muss sofort eingeschritten werden – denken wir nur an den Schutz von Kindern und Minderjährigen vor Gewalt und Pornografie. Hier haben die Eltern und Erzieher eine Verantwortung, die sie nicht abgeben können.

Lesen Sie die Homilie von Prof. Josef Spindelböck zum 16. Sonntag im Jahreskreis A (23.07.2023) im Wortlaut!

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