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Der Schmerz des Abschieds und der Trost des Heiligen Geistes
(stjosef.at) Von einem lieben Menschen für längere Zeit oder gar für immer Abschied zu nehmen, fällt schwer. In einem solchen Moment wird einem die tiefe Verbundenheit bewusst und zugleich der Ernst des Loslassen-Müssens. Besonders nahe geht dies den Müttern, wenn ihre Kinder groß geworden sind und irgendwann den Eltern erklären, sie werden jetzt ausziehen und das gemeinsame Elternhaus verlassen.
Noch mehr fällt es ins Gewicht, wenn wir angesichts des Todes eines lieben Menschen sagen müssen, dass wir sie oder ihn hier auf Erden nicht mehr wiedersehen werden. Trauer erfüllt dann das Herz, wenn beispielsweise eine gute Mutter oder Oma stirbt und zu Gott heimgeht. Gewiss: Der Glaube an Gott tröstet uns, und wir besitzen eine letztlich unzerstörbare Hoffnung darauf, dass wir im Himmelreich mit allen unseren Lieben wieder vereint sein werden, denn Gott ist gut und will unser Heil. Aber die menschliche Trauer lässt sich doch nicht überspielen oder leugnen; es zeigt, wie sehr wir jemanden geschätzt haben und mit diesem Menschen verbunden waren, wenn wir den Schmerz des Abschieds tief im Herzen erleben.
All dies und noch mehr können wir an diesem Muttertag bedenken, denn Mutter zu sein ist mehr als eine soziale Rolle und übernommene Aufgabe. Mutter zu sein geht über das Biologische, rein Körperliche hinaus; es ist vor allem eine innere Haltung, die unsere Mütter auszeichnet. Sie haben vorbehaltlos Ja zum Leben gesagt und sie sagen Ja zu Dir und Mir, also zu einer jeden einzelnen Person, zu allen Kindern – seien sie klein oder schon groß –, die einer Mutter und zugleich dem Vater anvertraut sind. ...
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