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Wir werden ganz sicher erhört
(stjosef.at) Eine Frau aus Kanaan bittet Jesus, ihre Tochter zu befreien. Sie werde von einem Dämon gequält. Im heutigen Evangelium überrascht es, dass Jesus anders reagiert als sonst. Meist wendet er sich den Kranken und Leidenden direkt zu und heilt sie. Diesmal scheint es, als würde er die Frau zurückweisen. Sie gehört nicht zum auserwählten Volk Gottes, sondern ist eine Fremde. Jesus ist – wie er selbst sagt – „nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.“
Hätte die Frau die Weigerung Jesu einfach so akzeptiert, dann würde die Erzählung hier enden. Sie hätte sagen können: „Ja, so ist das nun einmal. Ich habe hier keine Chance auf Erhörung.“
Die Frau gibt jedoch nicht nach, sondern fällt vor Jesus auf die Knie. Was sie erbittet, ist nicht ungebührlich, und doch scheint es abermals, dass Jesus sie abweist. Man dürfe nicht den Kindern das Brot wegnehmen, um es den kleinen Hunden vorzuwerfen. Wer ist damit gemeint? Die Kinder sind die Angehörigen des Volkes Israel, als Hunde galten die Heiden, die nicht an den wahren Gott glaubten. So betrachtet sind das harte Worte Jesu, die sich die Frau hier anhören muss. ...
Lesen Sie die aktuelle Predigt für den 20. Sonntag im Jahreskreis (16.08.2026) von Prof. Spindelböck in vollem Wortlaut!
