von
Wallfahrtspfarrer P. Robert B ö s n e r OSB , Maria Dreieichen,
Diözesanbeauftragter
für das Wallfahrtswesen in
der Diözese St. Pölten,
Sekretär des Österr.
Arbeitskreises „Wallfahrtsseelsorge“
Zwei Sendungen in Radio Maria Österreich am 09. und 16.12.2000
von 9.00 bis 10.00 Uhr in der Reihe: „Unser Glaube“
|
Zur Einführung 1. Die Kirche (auch in ihren konkreten Amtsinhabern: Papst Johannes Paul II., Kardinal Ratzinger) will uns nicht über Umfang und Inhalt des 3. Geheimnisses hinwegtäuschen! - Darum die völlig transparente Veröffentlichung des 3. Geheimnisses im Heiligen Jahr. 2. Bestimmte Ereignisse legen eine bestimmte Auslegung nahe. Diesen Dienst an der Wahrheit möchte der offizielle theologische Kommentar des Präfekten der Glaubenskongregation leisten. Eine Geringachtung dieses "Versuchs einer Auslegung des 'Geheimnisses' von Fatima" (so der offizielle Untertitel des entsprechenden Abschnittes) wäre eine Mißachtung dieser Hilfe, die uns die Kirche anbietet. 3. Freilich bleibt dem einzelnen Gläubigen ein legitimer Spielraum zur freien Meinungsbildung. Er ist weder verpflichtet, an die Echtheit der Erscheinung von Fatima zu glauben (da diese keine neue Offenbarung verkündet, sondern "nur" die mütterliche Erinnerung an die in Jesus Christus erfolgte Offenbarung Gottes ist), noch muß er die Auslegung des Fatima-Geheimnisses von Kardinal Ratzinger teilen. Eine derartige kritische Distanz - sofern sie überhaupt erfolgt - darf aber nie in einem Geist der inneren Ablehnung oder in polemischer Form vertreten werden, sondern muß sich auf sachliche Gründe stützen. Wenn dies der Fall ist, dann können auch solche Kritiker dem Anliegen von Fatima und seiner Botschaft dienen, da sie indirekt zur Vertiefung und zur Neubesinnung auf das eigentliche Anliegen hinleiten. 4. Genau diesen Dienst der Vertiefung und Aktualisierung auf unsere Zeit hin möchte P. Robert Bösner leisten: Er will die Botschaft von Fatima als lebendige Erinnerung an die Frohbotschaft Christi den Gläubigen vermitteln. Möge sein Beitrag viele Gläubigen dazu führen, die bleibend aktuelle Bedeutung der Botschaft von Fatima und insbesondere des 3. Geheimnisses mit dem dreimaligen Bußruf als Weg zur Freude in Gott zu begreifen und in der Antwort der Liebe zu leben! Dr. Josef Spindelböck
|
Liebe Hörerinnen und Hörer von
"Radio Maria",
liebe Fatimafreunde!
Diese heutige Sendung knüpft an die vierteilige Sendereihe von "Radio Maria" an, die ich heuer im Monat September unter dem Thema "Fatima und seine Botschaft(en)" für Sie, die Hörer von "Radio Maria", vorbereitet hatte.
Linktip: Die vier Fatima-Vorträge
im Wortlaut
Schon damals habe ich gemerkt,
wie unterschiedlich die Aufnahme der Veröffentlichung des letzten Teiles der
Vision der Seherkinder vom 13. Juli 1917 (das sogen. "Dritte
Geheimnis") war und wie widersprüchlich der dazugehörige offizielle
Kommentar der Glaubenskongregation zu jenem sogen. "Dritten
Geheimnis" selbst wieder kommentiert oder interpretiert wurde.
Es ist der Wunsch von P. Clemens
Reischl, dem Programmdirektor, daß ich auf die eventuellen Unsicherheiten
eingehe, die möglicherweise mehrere von I h n e n haben,
wenn Sie unbefangen vom "dritten Geheimnis von Fatima" aus v e
r s c h i e d e n e n Quellen hören.
Bei der heutigen Darlegung geht
es mir vor allem darum, daß Ihnen niemand und nichts die F r e u d e
trübe oder den T r o s t wegnehme, den die mütterliche
Liebe Mariens und die Treue von Sr. Luzia für Sie durch 83 Jahre bereit
gehalten haben.
So beginne ich die Aufarbeitung
mancher entstandener Unklarheiten über das "dritte Geheimnis von
Fatima" einfach gleich mit einer K l a r s t e l l u n g . Denn
ich möchte unsere wertvolle Sendezeit hauptsächlich dazu nützen, das
S c h ö n e und T r o s t v o l l e des letzten
Teiles der Vision vom 13. Juli 1917 darzulegen. Das sogen. "Dritte
Geheimnis" wurde ja durch die Mutterliebe Mariens damals kleinen Kindern
anvertraut, um uns in den kommenden Zeiten der schweren Verfolgungen, wie sie
ja tatsächlich im vergangenen 20. Jahrhundert stattgefunden hatten, zu bestärken.
Das ungebrochene Mitglauben und Mitleben mit der katholischen Kirche, der
Stiftung ihres Sohnes Jesus Christus und mit dem Papst soll aufrecht bleiben.
Vorher aber lade ich Sie wie bei
den früheren Sendungen ein, mit mir vor der kleinen Fatima-Statue auf meinem
Arbeitstisch ein A v e M a r i a zu beten mit dem
Betrachtungsgeheimnis aus dem glorreichen Rosenkranz: "... der dich, o
Jungfrau, im Himmel gekrönt hat."
+++ Gegrüßet seist Du, Maria
...
musikalisches Intermezzo
Um nun mit den Klarstellungen
zu beginnen, nehme ich einfach gleich eine kritische Hinterfragung des letzten
Teiles der Vision vom 13. Juli 1917 (des sogen. "Dritten
Geheimnisses") her, um Sie, liebe Hörerinnen und Hörer und Sie, liebe
Fatima-Freunde, auf e t w a s W i c h t i g e s
aufmerksam zu machen:
Ein Kritiker des dritten
Geheimnisses sagt: "... wir müssen annehmen, dass nicht alles, was
Schwester Luzia weiß, in diesem (dritten) Geheimnis enthalten ist."
Das stimmt wohl! Aber in einer a
n d e r e n Weise, als es der Kritiker meint! Sr. Luzia ist nämlich demütig
genug, daß sie das, was ihr durch die Begegnung mit Maria, der Mutter des
Herrn, in einer tieferen persönlichen Einsicht zugekommen ist, n i c h t
mit d e m verwechselt, was ihr durch Maria, die
Mutter des Herrn, vom H i m m e l h e r als Vision
anvertraut wurde. Sie macht keinen "Etikettenschwindel", sondern
unterscheidet klar! Sie behauptet nämlich nicht, daß ihr etwas von M
a r i a eingegeben wurde, was ihr selbst durch eigenes Nachdenken über
die Vision an neuen Erkenntnissen zugekommen ist.
E s g i b t also im
Rahmen der Botschaft von Fatima manches an persönlichen Überlegungen Sr.
Luzias über die Erscheinungen, was n i c h t d i r e k t
von Maria stammt und dennoch vielleicht für das Glaubensleben der
Katholiken oder für die ganze Kirche von Bedeutung sein könnte.
Darum werden Sie sicher gerne und
mit großem Interesse das aufnehmen wollen, was Sr. Luzia mit Zustimmung der
Verantwortlichen in der Kirche eventuell
zu sagen hat. Sie werden es sicher in d e r Bereitschaft
tun, dass es für Sie und für die Vertiefung ihrer Glaubensbekehrung und für
ihr Mitleben mit der Kirche eine fruchtbare Hilfe sein könnte. Es geht
hierbei um Folgendes:
Im Laufe der vergangenen 80 Jahre
haben schon öfters Gläubige Sr. Luzia zu manchen kirchlichen Ereignissen
befragt, in der Hoffnung, d u r c h ihre besondere Nähe zur
himmlischen Vision Mariens eine Stellungnahme oder Hilfe und eventuell auch
Sicherheit in aktuellen Entscheidungen zu bekommen! Gelegentlich haben dann
aber auch manche (über)eifrige Menschen die Worte Sr. Luzias für ihre
eigenen Vorstellungen verzweckt und ihre Vorlieben mit der Fatima-Botschaft
vermengt. Es könnte aber auch umgekehrt sein: vielleicht hat auch Sr. Luzia
manches, was sie gerne der Kirche sagen könnte oder sagen möchte! Aber, es
war b i s j e t z t noch nicht die Gelegenheit dazu da.
Nun aber, am Ende des Jubeljahres
2000, ist offenbar nach der
Meinung des Heiligen Vaters der Zeitpunkt zur Veröffentlichung gekommen !
Darum möchte ich die Gelegenheit dieser Sendung dazu benützen, Sie alle
gleich jetzt darauf aufmerksam zu machen, daß in n ä c h s t e r
Zeit ein Buch herauskommt, das von Sr. Luzia selbst (!) verfaßt
wurde..
In
ihm wird vieles von dem enthalten bzw. zusammengefasst sein, was Sr. Luzia
"weiß", oder worüber sie in den vergangenen achtzig Jahren befragt
wurde. Dieses Buch wird frühestens rund um Weihnachten in deutscher Sprache
zur Veröffentlichung kommen.
Im Vorwort der italienischen Ausgabe dieses Buches lobt Kardinal Ratzinger die schlichte und ganz der Heiligen Schrift entsprechende Redeweise der Schwester Luzia. Das Buch, das ungef. 250 Seiten haben wird, trägt den Titel: "Os apelos da mensagen de Fátima" ( "Dringende Aufrufe aus der Botschaft von Fatima). Es ist ein W e r k , das Kard. Ratzinger, nach eingehender Lektüre und mit Kenntnis des Heiligen Vaters empfiehlt, weil es "die Gedanken und Überlegungen Sr. Luzias zusammenfasst, und sie in katechetischer und aufrüttelnder (paränetischer) Weise zum Ausdruck bringt vermittels ihrer Gefühle sowie an Hand ihrer klaren und einfachen Spiritualität."
(Die kursiven Zeilen wurden nicht gesendet!)
Nach diesem Hinweis für
alle jene, die mit der Gnade Gottes aus einer k l a r e n
Quelle mehr über den Gehalt der Botschaft von Fatima wissen wollen, gehen wir
nun zur Hauptaussage der heutigen Sendung über.
Musikalisches Intermezzo
Die vielen eingangs erwähnten
Meinungen, Irrtümer und Falschmeldungen über das dritte Geheimnis der
Botschaft von Fatima kommen in d e m e i n e n alle überein, daß sie
d e
n m ü t t e r l i c h e n C h a r a k t e r
der veröffentlichten V i s i
o n , die den Kindern am 13. Juli 1917 zusätzlich anvertraut wurden (das
sogen."dritte Geheimnis") a n z w e i f e l n , oder in Frage
stellen.
Es sind leider meistens besonders
eifrige und fromme Leute. Sie wollen die so dringend notwendigen Bekehrungen am
liebsten durch Weltuntergangsdrohungen "erzwungen" sehen und können
es deshalb nicht annehmen, dass Maria (im Auftrag Jesu) nicht mit
apokalyptischen Strafen, sondern mit ihrer m ü t t e r
Es sind, wie gesagt, meist
gutwillige Leute, die in den vergangenen Jahrzehnten an den schweren Einseitigkeiten und Verfallserscheinungen des kirchlichen Lebens unserer Zeit
litten. Sie mussten es immer wieder erleben, daß ihre Sorgen und Mahnungen
von "fortschrittlichen" Christen (verschiedenen Ranges in Kirche und
Welt) in den Wind geschlagen wurden.
In dem vierzigjährigen Warten auf die endgültige Veröffentlichung des dritten Geheimnisses (seit 1960) kamen diese Gläubigen (darunter, wie gesagt, auch Priester und Bischöfe!) in die Versuchung, fest zu meinen, daß es in der so lange zurückgehaltenen Veröffentlichung jenes "dritten Geheimnisses" von Fatima aller Voraussicht nach eben v o m H i m m e l h e r eine deutliche und wirksame Rüge geben werde, die jene "liberalen" Menschen einschüchtern und in ihren (glaubensauflösenden) Aktivitäten dämpfen werde.
Sie hofften, dass jenes ernste
"Geheimnis", wie sie es sich zurechtlegten, viele Menschen zur
Bekehrung führen würde und vielleicht alle Missstände in der Kirche mit
einem Schlag abschaffen werde. Sie haben sich in der Erwartung der Veröffentlichung des "dritten
Teiles des Geheimnisses der Botschaft von Fatima" bildlich gesprochen schon
"die Hände gerieben", in dem Sinne, daß sie meinten, daß Maria im
"Geheimnis" das sagen werde, was sie schon längst immer wieder
einmahnten: z.B. den Disziplinverfall im kirchlichen Leben, den Glaubensabfall
vieler, überhaupt die Nachlässigkeit mancher Priester und auf andere Weise
mancher Bischöfe in der kirchlichen Lehrdisziplin, besonders aber in dem, was
die Feier der Heiligen Liturgie betrifft, usw. usw...
Mit der am 26. Juni dieses Jahres nun tatsächlichen Veröffentlichung dieses so lange angekündigten "Geheimnisses" müssen diese Menschen nun zur Kenntnis nehmen, daß ihre persönlichen Erwartungen nicht erfüllt wurden: so ein "nichtssagender", "unapokalyptischer" Inhalt wurde veröffentlicht!
Alle waren darüber e n t t ä u s c h t :
die einen, weil hier
Glaubensabfall nicht mit einem Weltuntergangs-Szenario bedacht wird,
die anderen, die
"fortschrittlichen" und einseitig kirchenpolitisch Denkenden, weil
ihnen durch diese Veröffentlichung keine "Sensation" und auf der
anderen Seite kein "Material" zum Spotten über die
"Fundis" geboten wurde.
Musikalisches Intermezzo
Wie gesagt: A l l e z w e i
"Strömungen" in der Kirche können mit der Erklärung von
Kardinal Ratzinger über dieses Geheimnis nichts anfangen: nämlich mit der
Veröffentlichung der mütterlichen Liebe Mariens, d.h. nämlich
damit, dass die Mutter Maria mit dem bedrohlichen Kirchenzustand und
mit dem sorgenden Papst m i t l e i d e t und daß sie (es war Juli
1917) die schrecklichen Verfolgungen der Kirche vorausgesehen hatte, die
besonders durch die totalitären kirchenfeindlichen Systeme des erst kürzlich
vergangenen Jahrhunderts verursacht wurden.
Erst recht können sie sich mit
der R e t t u n g des Papstes am 13. Mai 1981 aus dem den
Tod bringen wollenden Attentat
nichts anfangen, weil sie in
diesem Punkt - die Vision eigenartigerweise ganz wörtlich nehmend - sagen,
daß Maria den Kindern gezeigt hat, daß der Papst richtig tot sein
werde: viele aus diesen Kreisen warten daher noch auf ein neues Attentat,
durch das der Papst nun endgültig tot sein wird, wie es eben Maria damals
(d.h. 1917) der Sr. Luzia anvertraut hatte.
Und um für diese Haltung eine
"Legitimierung" zu bekommen, benützen sie den Traum des Hl. Don
Bosco (aus dem Jahre 1850 ca.). Er träumte ( es war wohlgemerkt k e i n e
Vision!) vom Schicksal der Kirche unter dem Bild einer Seeschlacht. Dieser
Traum kommt ihren Wünschen entgegen: dort ist nämlich kurz nach der
ersten schweren Verwundung des Papstes, von der er sich erholt hat, von einer
z w e i t e n Verwundung die Rede, durch die er dann
Wie gesagt, bald 20 Jahre (also nicht k u r z nach dem Attentat, wie es im Traum des Hl. Don Bosco heisst!) warten manche Kreise noch immer auf ein nächstes Attentat! Und dadurch wehren sie sich innerlich anzunehmen, was der Heilige Vater gesagt hat, nämlich "daß ‘ e i n e m ü t t e r l i c h e H a n d ‘ den Lauf der Dinge (und die Bahn einer tödlichen Kugel!) geändert hat und ändern kann.
Musikalisches Intermezzo.
Und nun möchte ich i m
H a u p t
t e i l dieser Sendung auf den E i g e n w e r t des "dritten
Geheimnisses" eingehen. Dazu brauchen wir aber eine Klärungs-H i l f e
aus der Heiligen Schrift für den rechten Umgang und für die Auslegung der
p
r o p h e t i s c h e n Vision dieses "Geheimnisses", das
im
Auftrag Mariens bis jetzt zurückgehalten wurde.
Als Hilfe kann uns eine Stelle
aus dem Buch des Propheten Jeremia dienen, in der er sich mit dem großsprecherischen
Falschpropheten Hananja über den rechten Umgang mit einer echten, d.h. von
Gott kommenden prophetischen Sendung auseinandersetzen mußte. In der
Verteidigung seines von Gott gegebenen prophetischen Auftrages sagte Jeremia
ein bemerkenswertes Wort (Jer 28,7 ff):
"Höre das Wort, das ich
dir, Hananja, und dem ganzen Volk in die Ohren rufe: Die Propheten, die vor
mir und vor dir je gelebt haben, weissagten Krieg, Unheil und Pest (sogar)
gegen viele Länder und mächtige Reiche. D e r Prophet aber, der
H e i l weissagt (und wie es sich Hananja g e g e n
die von Gott angeordnete Unheils-Prophetie des Jeremia angemaßt hat) -
an
der Erfüllung des prophetischen Wortes erkennt man den Propheten, den der
Herr w i r k l i c h gesandt hat."
Wenn nun entgegen
den Erwartungen vieler Mahner im kirchlichen Leben das
dritte Geheimnis k e i n apokalyptisches Szenario "hergibt", ja
sogar der Papst im realen Lebenszusammenhang gar nicht tot ist, sondern bald
20 Jahre nach dem Attentat noch lebt, dann stellt sich nach dem Propheten Jeremia für uns eine Heilsprophetie, die ganz präzise e i n e
Frage: ob das H e i l , die verheißungsvollen Aussichten, von denen im
Zusammenhang mit dem dritten Geheimnis die Rede ist, nach den Worten der
Kritiker, n u r eine Schwächung d e r Drohbotschaft ist, wie
s i e sie sich
zurechtgelegt haben und dass somit die Gefahr besteht, daß dadurch
w e n i g
e r Menschen zur Bekehrung geführt werden,
oder
ob d a s H e i l wirklich eintreten
wird, und wir uns folglich darauf einstellen müssen, daß wir mittels der
Veröffentlichung der L i e b e M a r i e n s zur Bekehrung geführt
werden .
In unserem Fall einer visionären
Bildsprache geht es daher um die Frage, o b der G l a n z, der aus dem Unbefleckten
Herzen Mariens ausstrahlt und der jenen Weltenbrand auslöscht, den der
Gerichtsengel Gottes über alle Welt ausgießen muß und ob die Rettung des
Papstes aus dem Attentat
n
u r e i n m a l i g e
heilvolle
Angelegenheiten waren, oder
o b diese heilvollen Ereignisse
ab jetzt f ü r i m m e r Bedeutung haben sollen. Nämlich, daß nicht die
Androhung eines Weltenbrandes die Menschen zur Bekehrung führt, sondern daß
das Wirken der Mutterliebe Mariens das Glaubensleben der Kirche im dritten
Jahrtausend zur Entfaltung bringen wird.
Somit ist zu untersuchen: o b
z.B. die unerwartete, tatsächliche R e t t u n g des Papstes aus jenem Tod,
der doch im dritten Geheimnis so deutlich angesagt und verkündet wurde, f ü
r
Oder o b
das N i c h t - Einmahnen des kirchlichen Verfalles im "dritten Geheimnis" eigentlich
nur dadurch zustande gekommen ist, weil Kardinal Ratzinger unerlaubterweise
die a n g e b l i c h vorhandenen Drohungen unterdrückte. Man spricht
in diesen Kreisen von einer unverantwortlichen geistlich-schwächlichen
"Weichspüle" , die die "Vatikanleute" manipuliert haben
sollen und mit der sie die markante und strenge Umkehrbotschaft von Fatima
entkräftet haben ... um dem Geist dieser Welt gefällig zu sein.
Andere Eiferer behaupten
wiederum: "Das kann doch nicht alles gewesen sein, was Maria uns zu sagen
hat! Da muß doch an der Botschaft manipuliert worden sein, wenn Maria sie
uns durch 83 Jahre mit so viel Aufwand vorbereitet hat! Das ist ja nach
deren Meinung eigentlich nur ein n o c h v i e l
ä r g e r e r Verfall,
wenn der allgemein schwache Glaube im kirchlichen Leben Mitteleuropas durch
das 3. Geheimnis nicht v i e l stärker, ja eigentlich
ü b e r h a u p t nicht gerügt wird!"
"Das ist ja A b f a l l
von
jener mahnenden Strenge Mariens, wie sie nach der bisherigen Kenntnis der
Erscheinung am 13. Juli 1917 (Höllenvision) zum Vorschein kam! Denn am 13.
Juli ließ sie uns sagen : "..wenn ihr n i c h t tut, was ich euch sage,
dann ... wird viel Schädliches eintreten: Weltkrieg, Ausbreitung falscher
Lehren, Untergang von Völkern und dgl."
Und nun sollte anstelle dieser
Strenge der Predigt zu Bekehrung und Besserung (Buße) im bis jetzt zurückgehaltenen
"dritten Geheimnis" von Fatima "n u r" die Offenbarung der
mütterlichen Liebe Mariens und ihres Unbefleckten Herzens im Mittelpunkt
stehen ?
D a z u möchte ich eindeutig
sagen: JA, D A S i s t die B o t s c h a f t
des dritten Geheimnisses, das
Maria Sr. Luzia anvertraut hat: die weltumspannende Offenbarung der mütterlichen
Liebe Mariens an der Seite Jesu (" die heiligsten Herzen haben
mit dir eine Aufgabe vor")!
Aber, es ist nicht eine schwächliche
Liebe, sondern eine, die durch das Auslöschen des Weltenbrandes den Menschen
in all ihrem verworrenen Tun den d r e i m a l i g e n
Bußruf des
Gerichtsengels nochmals zu Gehör bringt.
musikalisches Intermezzo
Während des ganzen zwanzigsten Jahrhunderts wurde über d i e s e Verheißung Mariens durch volle 83 Jahre Stillschweigen ("Geheimnis") bewahrt , bis sie im Jubiläumsjahr 2000 veröffentlicht werden sollte ("... die Schleusen der Barmherzigkeit Gottes werden in diesem Jahr weiter als sonst geöffnet ..." - Papst Johannes Paul II. im Schreiben: "An der Schwelle zum 3. Jahrtausend).
Und zwar, wie wir jetzt wissen, durch
eine Person, der Maria schon 1917 (!) sagte, daß sie länger auf Erden leben
wird als die zwei anderen Seherkinder, "weil Gott eine besondere Aufgabe
mit Dir vorhat ... Er will die Verehrung meines Unbefleckten Herzens in die Welt
einführen, damit v i e l e Sünder gerettet werden!"
A b e r auch sonst ist
geschichtlich alles, was Maria gesagt hat, tatsächlich eingetreten:
Die zwei Santos-Kinder Francisco
und Jacintha sind bald nach 1917 in die ewige Heimat abberufen worden (und
sind jetzt schon seliggesprochen)
Für Luzia, so gab Maria an, hat
Gott eine Aufgabe vorgesehen, die sie erst heute, also 83 Jahre später, erfüllen
soll. Diese ihre Mission besteht in besonderer Weise darin, daß sie eine ganz
bestimmte Vision vom 13. Juli 1917 über die mütterliche Liebe Mariens in
schweren Zeiten der Verfolgung der Kirche schweigend (und betend und opfernd)
zu überbringen hatte.
Wenn man n i c h t
macht, was
Maria sagt (bes. die Weihe Rußlands an das Unbefl. Herz Mariens durch den
Papst u n d die Bischöfe der Welt), wird ab einem bestimmten Zeitpunkt ein
großes Nordlicht kommen (es ist in der Nacht vom 25. auf den 26. Jänner 1938
eingetreten), und das ist das Zeichen, daß ein großer Krieg kommt (2.
Weltkrieg), Rußland wird seine verderbliche Lehre über die ganze Welt
ausbreiten und viele Nationen werden zugrunde gehen, der Papst wird viel zu
leiden haben ... Auch das ist eingetreten. Ein erschütternder i n d i r e k t
e r Erweis, daß a l l e s , auch das Schwerwiegende, das Maria vorangekündigt
hat, eingetreten ist.
Wie versprochen, ist die
heiligste Jungfrau Luzia nochmals erschienen, und zwar am 10. Dezember 1925
(damals war auch ein Heiliges Jahr, und es wurde in diesem Jahr das Christkönigsfest
eingeführt), um nähere Anweisungen über die Verehrung ihres Unbefleckten
Herzens zu geben (5 Herz-Marien-Samstage). In Klammer möchte ich sagen:
letzten Sonntag, dem 10. Dezember, sind es also genau 75 Jahre, dass Maria
diese Weisung der Kirche gegeben hat.
1942:
Zum 25. Jahrtag der Erscheinungen ULF in Fatima weihte Papst Pius XII. die Welt
und die Kirche dem Unbefleckten Herzen Mariens. A b e r, auch wenn alle Diözesen
der Welt dem Papst ein Jahr darauf darin folgten, war es dennoch kein
"kollegialer Akt" (Papst in Gemeinschaft mit den Bischöfen der
Welt). Trotzdem brachte dieser Winter 1942/ 43 die militärische Wende im 2.
Weltkrieg!
1950
wurde im Zusammenhang mit der Dogmatisierung der Aufnahme Mariens mit
L e i b und Seele in den Himmel dem Heiligen Vater, Papst Pius XII., dreimal in den
Vatikanischen Gärten das Sonnenwunder von Fatima vom 13.Oktober 1917 zuteil.
1953 kam es zu einem kirchlich
anerkannten Großereignis im Zusammenhang mit einem Bild des Unbefleckten
Herzens Mariens in Syrakus.
Aber, "werden die Menschen die verhaltene Sprache dieser Tränen
verstehen und befolgen?" fragte besorgt Papst Pius XII.
Zum 50. Jahrjubiläum der
Erscheinungen 1967 pilgerte Papst Paul VI. am 13. Mai 1967 nach Fatima
1981 geschah die Errettung des
Papstes Johannes Paul II. an einem Fatima-Tag (!) aus dem tödlichen Attentat,
und e i n Jahr später sagte der Papst 1982 bei
1984: Weihe der Kirche
und Welt an das UHM in einem "kollegialen Akt mit dem
Bischofskollegium" auf dem Petersplatz. Und drei Monate später trat Präsident
Gorbatschow seine Regierung an, und das war der Anfang vom Ende des
organisierten Staatskommunismus.
1991: zehn Jahre nach der Errettung
aus dem Attentat neuerliche
Fatima-Wallfahrt des Papstes zum Dank für die Beendigung des totalitären
Staatskommunismus in Russland.
2000: Seligsprechung der zwei
Seherkinder Sa. 13. Mai 2000
2000: Veröffentlichung des 3.
Geheimnisses von Fatima: Mo. 26. Juni 2000
2000: zum Ende des Jubiläum 2000 Anvertrauung der Welt an "ULF von Fatima" auf dem Petersplatz in Rom. 8. Oktober 2000
2000 Veröffentlichung des Buches: "Os apelos do
mensagem de Fátima"
Wenn also alles s o
eingetreten
ist, wie es von Unserer Lieben Frau angekündigt wurde, und wie es vorhin
aufgelistet werden konnte, und sich immer deutlicher die von Gott kommende,
weltüberwindende Kraft der Botschaft Mariens in Fatima herausstellt, dann
" d a r f " es auch in diesem Zusammenhang " H e i l s p r o p
h e t i e " nach dem vorhin erwähnten Hinweis des Propheten Jeremias
geben !
Wie diese Heilsprophetie genau
aussieht, darüber werden wir das nächste Mal mitsammen sprechen.
Sendung am 16.12.2000 um 9.00
Wir haben die letzte Sendung am
9. Dezember mit dem Hinweis beendet, daß es im Zusammenhang mit dem dritten
Geheimnis von Fatima "H e i l s prophetie" geben d a r f (!) auch,
wenn das manchen "streng" denkenden katholischen Menschen nicht gefällt
und sie das ablehnen. Aus Protest gegen den starken Glaubensverfall in der
Kirche unserer Zeit haben sie im
Zusammenhang mit dem dritten Geheimnis von Fatima lieber auf eine apokalyptische Weltuntergangsdrohung vom
Himmel gewartet.
Die w i r k s a m e
Heilsprophetie ist aber wohlgemerkt (!) a u ß e r h a l b des W o r t
zusammenhanges des dritten Geheimnisses bestätigt worden! Man findet nicht
in der V i s i o n , die in allem anderen Details eingetreten ist, den Grund für
die Änderung des Schicksals des Papstes, sondern im souveränen Gnadenwirken
des Herrn der Geschichte, der sich von den opferreichen Fürbitten der
Seherkinder bewegen ließ.
N i c h t durch eine Manipulation
Kardinal Ratzingers gibt es Heilsansage, die eigentlich nur ein Trick wäre,
sondern im historischen, überprüfbaren Zusammenhang des aktuellen Lebens der
Kirche! Der Papst, der nach der Vision von 1917 tot sein sollte, wird an
einem 13. Mai (Fatimatag), "durch eine mütterliche Hand gerettet"
und kann noch fast 20 Jahre seinen Dienst ungebrochen weiter ausüben und die
"Kirche in das dritte Jahrtausend führen" (Kard. Wysczinski im
Jahre 1978 ).
Die (weltweit) schwere
Kirchenverfolgung, von der im dritten Geheimnis auch die Rede ist, hat die
Kirche im sichtbaren Bereich geschwächt und dem Papst viel Kummer bereitet
(Sel.
Jacintha: "Mir tut der arme Papst so leid, er hat ein ganz trauriges
Gesicht, wenn ich ihn sehe, wie er in einer halbzerstörten Kirche
betet"). Dennoch geht der Papst von
Traurigkeit über all die mörderischen Ereignisse geschwächt den
Weg "bergauf" zu einem Kreuz, und viele aus "allen Ständen"
folgen ihm und werden so wie er von Soldaten getötet.
Aber die Kirche hat dafür einen
geistlichen Schatz an heldenhaftem Opfermut und Hingabe(blut) der Märtyrer
bekommen. Das mit dem Blut des Papstes, mit dem Blut der Märtyrer vergossenen
Erlöserblut Jesu wird nach
dieser Vision von Engeln, die es
vom Kreuzbalken herunterfließen sehen, eingesammelt. Sie wenden es dann jenen
Menschen zu, die in ihrem Leben auf einem Weg bergauf "G o t t
z u g e h
e n" (vgl. Bergpredigt Mt 7,1314, wo vom steilen und steinigen Weg die
Rede, den die Jünger Jesu zu gehen berufen sind: " steil ist der Weg und
eng ist die Pforte, die zum ewigen Leben führt und nur wenige gehen ihn.
Breit und bequem aber ist der Weg, der ins Verderben führt, und viele gehen
ihn!") Alle Gottsucher werden aber durch die Verdienste (Blut) der Märtyrer
und Bekenner, der Helden und Heiligen, "gestärkt".
Musikalisches Intermezzo
Die H e i l s z u s a g e
des
dritten Geheimnisses ist aber noch nicht zu Ende !
Dabei spielt das L i c h t , der
Glanz, der vom Unbefleckten Herzen Mariens ausgeht und in die Welt ausstrahlt,
eine große Rolle ! Dieses Licht kann nämlich "das Feuer der Hölle"
a u f d e r E r d e auslöschen, mit dem der Gerichtsengel alles Sündige auf
der Erde entzünden muß.
Das Unbefleckte Herz Mariens wird
"am Ende" und "bis zum Ende" triumphieren und der Ruf zu
Umkehr, Bekehrung und Erneuerung, den der Gerichtsengel dreimal mit lauter
Stimme über die ganze Welt hin "schreit", "ausruft", wird
nach dem Willen Gottes durch die Hinwendung vieler Sünder zum Unbefleckten
Herzen Mariens eine große Zahl von ihnen retten. Durch die Berücksichtigung
dessen, was vom 13. Juli 1917 (Höllenvision) schon bekannt ist, bewahrte nämlich
die Hinwendung der Seher zu Maria diese kleinen Kinder vor dem Sog der
Verzweiflung und des Schreckens, der vom Feuer der Hölle ausging.
Mit einem Wort, wir Menschen dürfen mit großer Zuversicht weiterleben auch angesichts vieler Abgründe, in die wir schwache und sündige Menschen uns auch durch unsere eigene Schuld selbst hineinmanövriert haben.. Das L i c h t , der Schein, der vom UHM a u s g e h t , l ö s c h t den Brand der Gerechtigkeit Gottes a u s , den die sündig gewordene Welt zusammen mit allen sündigen Menschen, verdient hat.
D i e s e hoffnungsvolle"Heilsprophetie"
für das Schicksal von Kirche und Welt von heute ist aber jetzt nicht ein zum
irdischen Laxismus und Liberalismus von heute vielleicht gar hinzukommender "himmlischer" Liberalismus und Laxismus, den Kardinal
Ratzinger unerlaubterweise mittels des manipulierten "dritten
Geheimnisses" in die Kirche "hereinschgewindelt" hat, sondern
diese Erleichterung ist und bleibt das Werk der mütterlichen Liebe Mariens,
die uns auch o h n e jene von den strengen Menschen ‘erwünschten’
apokalyptischen Drohungen, z u r B e k e h r u n g führen kann. Mitten durch
alle Schrecken des Verfalls " w i r b t " die Mutterliebe
Mariens bei ihren "Lieblingen", den Menschen, für die Jesus schon
blutig sein Leben opfervoll hingegeben hat, daß sie sich zu einem
b e k e
h r t e n Leben nach der Bergpredigt des Herrn entschließen. Sie weiß: würde
der Weltenbrand, den der Gerichtsengel entzünden muß, nicht gelöscht, könnte
sich überhaupt niemand mehr bekehren, denn dann wären in einem Augenblick
alle tot !
Es würde nämlich dann
"eine so große Not kommen, wie es noch nie eine gegeben hat, seit die
Welt besteht, und wie es auch keine mehr geben wird. U n d w e n n
j e n e Z e
i t n i c h t v e r k ü r z t w ü r d e , dann würde kein Mensch gerettet; doch
u m d e r A u s e r w ä h l t e n w i l l e n wird jene Zeit verkürzt
werden." (Mt 24,2122)
Es gibt also ein ganz starkes
M o
t i v der Mutterliebe Mariens, über das viele Marienlehrer schon gekündet
haben: Die Bekehrung unseres eigenen Lebens, unser opferbereites Leben aus dem
Glauben, der Hoffnung und der Liebe ist ein großes H i l f s m i t t e l
f ü
r Maria, durch das sich viele Menschen entschließen können, sich von Jesus
retten zu lassen.
Wenn sich zur Bekehrung Geführte
mit ihren freiwilligen Opfern und Verzichten "den Händen" der erbsündefreien
M u t t e r l i e b e M a r i e n s anvertrauen, dann kann die Unbefleckt
Empfangene diese persönlichen Opfer mit ihrer eigenen, von allen Anfang an
geschenkten Freiheit von den Schwächen der Erbsünde vor Gott so "schön",
so fruchtbar machen, wie sie wären, wenn dieser Getaufte die eigenen Folgen
der Erbsünde in seinem Leben s c h o n g a n z
aufgearbeitet hätte. Seit
unserer Taufe sind wir alle eigentlich dazu berufen, dies mit der Gnade Gottes
zu tun. Aber, wie zögerlich sind wir!
Anlässlich einer Aufopferung
dieser Zeichen der Hingabe eines Menschen an Maria bekommen sie dann
d u r
c h M a r i a die Kraft, jene G n a d e n
vermitteln zu können, durch
deren Hilfe dann auch ein a n d e r e r Mensch aufhören kann zu sündigen.
Mariens "Nicht-Einsetzen"
der Weltuntergangsdrohung , um uns Menschen zur Bekehrung zu führen, ist
nicht Schwächlichkeit, sondern ist ihre mütterliche Liebe, welche sie mit
Hilfe dieses Geheimnisses der Stellvertretung, dem Geheimnis der sühnenden
Solidarität ihrer geliebten Diener füreinander noch fruchtbarer machen kann
und will.
Das heißt: Wir können in der
Kraft der Erlösungsgnade Christi d u r c h und
Mit anderen Worten: so wie Maria
den Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II, durch das tödliche Attentat
hindurchretten konnte, so kann sie auch uns mit ihrer Liebe durch alle tödlichen
Gefahren hindurch retten, auch wenn wir selbst daran schuld wären: Auch könnten
wir schwache Menschen bei diesem Rettungswerk mithelfen: w e n n
wir nur t
u n , was sie uns sagt : täglich es den Rosenkranz betrachtend beten und
ihr stellvertretende Opfer und Verzichte ihr schenken, "damit auch andere
Menschen aufhören können zu sündigen"!. Und dazu der Wunsch
Mariens,
den sie am 10. Dez.1925 über Sr. Luzia in Pontevedra der Kirche anvertraut
hat: das Halten der 5 Herz Marien-Samstage. In Anmerkung: am
vergangenen Sonntag, dem 10.12.2000 waren es 75 Jahre, daß Maria in
Pontevedra erschienen ist.
Die Mitchristen, die mit
apokalyptischen Disziplinärzwang die Kirche retten wollen, r e a g i e r e
n nur auf all das tatsächlich Düstere, das es gibt und das sie sehen, a
b e r ohne auf die s c h o n
e r w i e s e n e n H i l f e n zu
blicken, die wir durch Maria, die Botin Jesu, gerade im 20. Jahrhundert
mittels der ständigen Weiterführung und Weiterentfaltung der Fatima-Botschaft
bekommen haben. D i e s e Kritiker stellen sich leider nicht in den
Fatima-Zusammenhang des Unbefleckten Herzen Mariens ! Sie wissen es besser und
erwarten die Hilfen von woanders. Dabei haben sie vielleicht für sich auch
schon jenes G e b e t vergessen, das
fast die ganze Kirche seit über achtzig Jahren von Maria angenommen hat.
"O
mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle,
führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am
meisten bedürfen!"
Schon am 13. Juli (!) 1917 hat Maria dieses Gebet den Kindern gelehrt. Aber durch das "dritte Geheimnis" haben wir seit dem Jahr 2000 noch einen wertvollen Kommentar zu diesem Gebet dazubekommen: Bewahrt werden wir - wie es in diesem uns von Maria gelehrten Gebet a n J e s u s heißt - vor dem Feuer der Hölle durch das L i c h t , das vom U.H.M. ausgeht und das das Feuer der Hölle auf Erden löscht!
Alle Einwürfe gegen den "
E i g e n w e r t " des "dritten Geheimnisses" fallen
eigentlich angesichts der konstanten Erweise der Mutterliebe Mariens, die sie
uns durch das ganze vergangene Jahrhundert angeboten hat, wie ein Kartenhaus
in sich zusammen und brauchen eigentlich nicht mehr eigens widerlegt werden.
Dass die M u t t e r liebe
Mariens s t r e n g und a n f o r d e r n d , aber nicht unbedacht ist, zeigen
die Ereignisse des 13. Septembers 1917 in , als sie den h e l d e n h a f t
bußeifrigen
Kindern sagte , daß sie ihren Bußgürtel nur tagsüber tragen, während der
Nacht aber ablegen sollten.
Es braucht B u ß e , B u ß e ,
B u ß e, Bekehrung und Erneuerung, keine Frage, aber in d e r
Form, daß
uns Maria durch den Erweis ihrer L i e b e zur B e k e h r u n g führt,
durch das Licht, das von ihrem Herzen ausgeht und das uns Heutige, genauso wie
die Kinder damals, durchdringen will, damit auch wir, so wie die Kinder
damals, u n s i n G o t t s e h e n können und wir uns durch
Maria in Gott wissen können.
Mit dieser Voraussetzung können
wir dann aber auch die Geschenke der Erlöserliebe Christi, die Sakramente in
seiner Kirche, richtig annehmen und vertiefen.
Es ist der große Marienverehrer
und Marienlehrer, der Hl. Ludwig Maria
Genau davon spricht Maria gleich
bei der ersten Erscheinung am 13. Mai 1917! "Wollt ihr mir mithelfen,
daß Menschen aufhören können zu sündigen, indem ihr mir die Opfer des
Lebens und freiwillige Verzichte schenkt?" Mit großherziger
Bereitschaft sagten die Kinder der schönen Frau zu.
Möchte nicht Maria auch von uns
das Gleiche?? Ja, Maria sucht V e r b ü n d e t e bei diesem mütterlichen
Rettungswerk stellvertretenden Betens und Opferns, "damit Menschen aufhören
können zu sündigen!" Auf diese Weise erfüllt s i e
und können w i r mit ihr auch die Sendung der apostolischen Kirche erfüllen, jener Kirche, die
die heilige Braut Jesu ist und das Werkzeuges zum Heil der ganzen Welt !
Der Hl. Ludwig war es auch, der
in einer Vision sah, daß durch das Reich Mariens das Reich Christi, und seine
Kirche in der Welt, erneuert wird.
Maria schenkt uns mit dem
L i c h
t , das von ihrem Unbefleckten Herzen über ihre rechte Hand in die ganze Welt
ausstrahlt, dass wir vor der Sogkraft der Abgründe von Sünde, Tod und
Verzweiflung gerettet werden um in der "Freiheit der Kinder Gottes"
leben zu können (vgl. Absage von der Macht des Bösen in den Taufgelübden)
Den ernsten Welt und
Kirchenverbesserern geht es sicher um ein gutes Anliegen!! Aber, was uns
Kardinal Ratzinger über das dritte Geheimnis ausgelegt hat, das ist keine
ungebührliche "Erleichterung", die e r oder vielleicht
"Vatikanleute" sich haben einfallen lassen, sondern es ist die
M u t
t e r l i e b e
A b e r, sie sollten bedenken:
beim Weltuntergang kommt Christus zum E n d gericht, und dann ist alles
Irdische zuende!! Sind wir dafür vorbereitet?? Jene, deren Bekehrung noch
ausständig ist, um sie Jesus zu weihen und ... eventuell sie selbst, die
strengen Mahner, die anderen Menschen eine so strenge "apokalyptische
Rosskur" verpassen wollen??
Gott weiß offenbar, daß wir für
das Weltende nicht vorbereitet sind! Das dürfen wir daran ablesen, daß er
beschlossen hat, in besonderer Weise seine M u t t e r
zu senden.
Mit anderen Worten: das Weltende
ist zwar offenbar noch nicht da, aber unsere Vorbereiterin für das Kommens
des Herrn, seine eigene liebe Mutter ist 1917 gekommen und wir müssen
s i e genauso ernst nehmen wie das Weltende!! Sie ist das vorläufige, das "gnädige
Weltende"! Bis er selbst mit seiner endgültigen Macht und Herrlichkeit
zum Gericht kommt! "Aber diesen Tag und diese Stunde weiß n u r
der
Vater" sagt Jesus.
Es ist nicht Kardinal Ratzinger,
der uns den E r n s t d e r D i n g e ungebührlich
v e r h e i m l i c h t ,
wie manche übereifrige Kritiker meinen. Es ist auch n i c h t
Kardinal
Ratzinger, der den Ruf zu Umkehr und Erneuerung von den Drohungen (des
Weltendes oder von Katastrophen) entkoppelt, sondern es ist der
H e r r selbst, wenn er uns jetzt durch 83 Jahre Fatimabotschaft
seine eigene
Mutter sendet.!!
"G o t t will die Verehrung
meines Unbefleckten Herzens in die Welt einführen, damit viele Sünder sich
bekehren und nicht in die Hölle kommen" sagte Maria schon am 13. Juni
und am 13. Juli 1917 in Fatima.
Aber auch aus einer anderen Ecke
kommt Kritik an der Kirche: manche düstere Kritiker sind der Kirche böse, daß
die Päpste, der Diener Gottes, Papst Pius XII., der Diener Gottes Papst Paul
VI. und der selige Papst Johannes XXIII. die Weihe Rußlands nicht so vollzogen
haben wie es die Muttergottes wollte! Somit seien diese Hirten an den
Millionen Opfern des 2. Weltkrieges schuldig!!!
Es ist aber zu bedenken, daß
diese Päpste nur unter den menschlichen und zeitgeschichtlichen Umständen
(zweiter Weltkrieg: die Weihe Rußlands als Parteiergreifung g e g e n
die
kriegsführenden Alliierten?), bzw. unter den theologischen Gegebenheiten,
wie sie v o r dem 2. Vat. Konzil bestanden, wirken konnten,
d.h. sie konnten
damals, d.h. v o r dem 2. Vatikanischen Konzil, noch nicht so über die ausdrückliche
L e h r e vom der Kollegialität des sakramentalen Bischofsamtes verfügen,
wie Papst Johannes Paul II, der n a c h der nachkonziliaren Gesetzgebung dem
Bischofskollegium im Jahr 1984 und im Jahr 2000 einen "kollegialen
Akt" anordnen konnte.. Wie sehr die Bischöfe aber 1984 bzw. heute 2000
bereit waren bzw. sind dabei mitzutun, das ist wieder ein eigenes Kapitel!!
Wir kommen jetzt zum Schluß !
Wenn wir nun alles bedenken, dann müssen wir sagen, daß alle Kritiker der
offiziellen, kirchlichen Auslegung des 3. Geheimnisses sich eigentlich bei
unserer lieben Frau, der Mutter Maria entschuldigen müssten, weil sie die
eigenen Voraussetzungen absolut setzen und aus ihnen heraus die Mutterliebe
Mariens, wie sie im dritten Geheimnis bis jetzt bewahrt wurde, nicht gelten
lassen wollen (können)! Sie fügen nämlich auf diese Weise der Mutterliebe
Mariens und ihrem Unbefleckten Herzen S c h m ä h u n g e n
zu und richten in
der ganzen Kirche großen Schaden an, weil sie unbedacht die engsten
Mitarbeiter des Papstes als Lügner darstellen, die daher angeblich nicht
vertrauenswürdig sind!
N i c h t der eigene,
jansenistische Eifer rettet die Kirche, sondern Maria die mütterliche und
liebevolle Gefährtin Jesu im Heilswerk, die virgo fidelis, die
treue Jungfrau.
Gelobt sei Jesus Christus !
HTML-Format
erstellt am 16.12.2000 von Dr. Josef Spindelböck
Inhaltliche Fragen und Stellungnahmen zum Text
richten Sie bitte direkt an Dechant P.
Robert Bösner OSB.
Papst in Fatima (12./13. Mai 2000): Papstpredigt bei Seligsprechung / Kard. Sodano (deutsch - portugiesisch)
Drittes Geheimnis von Fatima - im Wortlaut
Fatima-Weltapostolat der Deutsch-Schweiz
Radio Maria Österreich jetzt LIVE!